Veröffentlichungen

Charlotte Buchholz

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SICH Verlag 2016

ISBN 978-3-942503-04-4

SICH Verlag 2015

ISBN 978-3-942503-40-2

Meine ersten Lesung im Cafe Tart am 9. April 2015

und in der Oase am 6. Oktober 2015, beide Male begleitet vom Duo Saitensprung

Alles begann in Köln. Vielleicht hätte er es geschafft, wenn da nicht dieser Geldregen gewesen wäre. Der, von dem alle Spieler träumen. Und das an einem simplen Automaten. Es war der Kick. So etwas ist nicht wiederholbar, weiß er inzwischen. Dann sein Kasinobesuch; gestylt, perfekt, sprühend vor guter Laune. Glitzernde Nachtwelt mit Typen, die er am Tage wahrscheinlich zum Kotzen gefunden hätte. Nein, dort drin war er nicht angewidert von ihrer Großmäuligkeit. Da wurde er selber zum Großmaul, wetteiferte mit ihnen um die größte Großmäuligkeit. Alles Ausrutscher, befand er. Schon bald würde er wieder Boden unter den Füßen haben. Aber es war nur Treibsand.

 

»Jans blinkende Welt« ist die Geschichte einer Lebenssuche: vom Sich-Verlieren in die Sucht, dem Wieder(er)finden und von Menschen, die den Mut haben, Vertrauen zuzulassen.

 

 

Man kann viel verpassen im Leben: Den Zug, den Bus, das Flugzeug oder einen Wendepunkt in der Gleichförmigkeit des Alltags.

 

Da packt eine den Koffer, weil ihr durch eine kurze Begegnung bewusst wird, was an ihrem Leben falsch ist; doch sie kommt – vielleicht - zu spät. Da ist die alte, etwas verwirrte Frau: Der bewusste Lebensrückblick kann ihr nicht mehr gelingen. Da ist aber auch der junge Mann, den die stets verdrängte Sehnsucht nach dem Leben an einem Freitagabend in die Diskothek treibt oder die junge Wissenschaftlerin, die vom Leben so dramatisch gepackt wird, dass sie alles auf den Prüfstand stellen muss. Und da sind Vater und Tochter, die sich kurz vor dem Tod des Vaters doch noch näherkommen.

 

Für das Verpassen oder Erkennen des entscheidenden Fingerzeigs steht Kairos: In der griechischen Mythologie der glückliche Moment. Man muss ihn beim Schopf’ packen, damit es gelingt, das Leben.

 

Textkritik im literaturcafe.de

 

Malte Bremer, Textkrtiker der Plattform literaturcafe.de, hat einen meiner ersten Texte, erschienen in "Verpasst. Zehn Kurzgeschichten", unter seine gestrenge Lupe genommen. Er vergibt stets von null bis fünf "Brillen". Ich war mit meinen vier Brillen sehr zufrieden und bin immer noch dankbar für die genaue Kritik, an der ich literarisch "wachsen" konnte. Was er gefunden hat, und wie er meine Kurzgeschichte bewertet, ist unter dem Link nachzulesen.

http://www.literaturcafe.de/textkritik-nichts-fuer-maedchen/