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Charlotte Buchholz

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Nächste Lesetermine:

 

22. Februar 2018: Lesung mit Gespräch in der Ausstellung des BBK "Generell frisch", Stadtmuseum Halle

19 Uhr

 

28. Februar 2018: Lesung im Programm des Fördervereins der Schriftsteller e.V. "KUBUNARISCHES" - im KUBUS 2025

19 Uhr

 

Buchmesse Leipzig: Lesung am Stand der Stadt Mageburg "Darf ich Ugo zu dir sagen?" - Szenischer Dialog mit Partner über

Johannes Schlaf

 

12. April 2018: Lesung aus "JANS BLINKENDE WELT" und Gespräch zur Co-Abhängigkeit, Wiesbaden Kurhaus

Kolonnaden

 

17. Mai 2018 Cottbus

Bücherfrühling: Lesung und Diskussion aus "JANS BLINKENDE WELT" aus Anlass "25 Jahre Telefonseelsorge Berlin-

Brandenburg

 

15. September 2018: Lesung und Gespräch zu "JANS BLINKENDE WELT" (Telefonseelsorge Halle, auf Einladung)

 

 

 

 

„Wer bist du?

Ich bin Kairos, der alles bezwingt!

Warum läufst du auf Zehenspitzen?

Ich, der Kairos, laufe unablässig.

Warum hast du Flügel am Fuß?

Ich fliege wie der Wind.

Warum trägst du in deiner Hand ein spitzes Messer?

Um die Menschen daran zu erinnern, dass ich spitzer bin als ein Messer.

Warum fällt dir eine Haarlocke in die Stirn?

Damit mich ergreifen kann, wer mir begegnet.

Warum bist du am Hinterkopf kahl?

Wenn ich mit fliegendem Fuß erst einmal vorbeigeglitten bin,

wird mich auch keiner von hinten erwischen

so sehr er sich auch bemüht.

Und wozu schuf Euch der Künstler?

Euch Wanderern zur Belehrung.“

Johannes Gründel

 

 

»Kairos» - Fundstück und Motto

 

 

Als ich »Kairos«, dem Hauptstück der ständigen Ausstellung im Benediktinerinnen-kloster Trogir, Kroatien, im Urlaub an einem sehr heißen Tag im kühlen Klosterraum gegenüber stand, war ich verzaubert. Eine freundliche Nonne hat die Figur in Gips behutsam verpackt, und ich habe sie mit nach Hause genommen. Wie vielen günstigen Augenblicken - sie treten uns schicksalhaft und natürlich unangekündigt entgegen - bin ich wohl in meinem Leben schon begegnet und habe sie verpasst?

 

Die Kairos-Geschichte der griechischen Mythologie begleitet mich jedenfalls seither durch das Leben. Sie spricht auch davon, dass es neben der gemessenen, der offensichtlichen Zeit - für die Chronos steht - einen weiteren Aspekt gibt: eine Zeitqualität. Vielleicht ist es eine hohe Kunst zu erkennen, wann der richtige Moment gekommen ist? Ich bin auf jeden Fall dankbar, erkannt zu haben, dass ich in dem mir verbleibenden Leben literarisch schreiben muss.

 

Foto: Hl. St. Laurentius, Trogir